PHP-Version für WordPress aktualisieren (2026): Die praxisnahe Anleitung

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Sie möchten Ihre WordPress-Website spürbar stabiler, sicherer und oft auch schneller machen – ohne dabei nachts mit einem „White Screen“ zu kämpfen? Dann lohnt es sich, die PHP-Version nicht als lästige Server-Einstellung zu sehen, sondern als Wartungshebel mit großem Effekt. In dieser Anleitung führe ich Sie Schritt für Schritt durch Vorbereitung, Umstellung, Tests und Troubleshooting – so, dass Sie die Kontrolle behalten.

Warum die PHP-Version entscheidend ist

PHP ist der Motor unter der Haube Ihrer WordPress-Website. Jede Seitenansicht, jeder Login, jedes Formular und (bei Shops) jeder Checkout läuft serverseitig durch PHP, bevor Ihr Besucher überhaupt etwas im Browser sieht. Wenn dieser Motor veraltet ist, kann er zwar noch „anspringen“ – aber er verbraucht mehr Ressourcen, hat mehr bekannte Schwachstellen und reagiert empfindlicher auf moderne Erweiterungen.

Sicherheit: Updates schließen bekannte Lücken

Je älter eine PHP-Version ist, desto wahrscheinlicher ist sie außerhalb des offiziellen Supports. Ab diesem Zeitpunkt werden Sicherheitslücken nicht mehr zuverlässig behoben – und genau das ist der Moment, in dem Angreifer besonders gerne nach automatisierbaren Schwachstellen suchen. Sie müssen keine „prominente“ Website sein: Bots scannen das Internet nach verwundbaren Setups wie ein Metalldetektor am Strand.

Sicherheitsdenken heißt hier nicht Panik, sondern Routine: eine unterstützte PHP-Version, regelmäßige Updates und ein Backup-Plan sind die drei Grundpfeiler. Und ja: Das klingt banal – aber genau diese Basics verhindern die meisten echten Katastrophen.

Performance: Schnellere Ausführung, geringere Serverlast

Neuere PHP-Versionen bringen in der Regel Performance-Verbesserungen mit. In der Praxis bedeutet das: weniger CPU-Zeit pro Request, bessere Reaktionszeiten und mehr Luft, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig auf die Seite kommen. Das ist besonders relevant, wenn Sie…

  • einen Shop betreiben (Checkout-Spitzen),
  • Landingpages mit Kampagnen-Traffic haben,
  • oder einfach ein Hosting-Paket nutzen, das nicht überdimensioniert ist.

Denken Sie an PHP wie an ein Getriebe: Es geht nicht nur um „Top-Speed“, sondern um effiziente Kraftübertragung in allen Gängen – also auch dann, wenn Ihre Website „arbeiten“ muss.

Kompatibilität: WordPress, Themes, Plugins und WooCommerce

Der häufigste Grund, warum Menschen vor PHP-Updates zurückschrecken, ist nicht die Umstellung selbst – es ist die Angst vor Inkompatibilität. Und diese Angst ist berechtigt: Ein veraltetes Plugin kann nach einem PHP-Sprung plötzlich Fehler werfen, Funktionen blockieren oder im schlimmsten Fall die Seite lahmlegen.

Typische Konfliktmuster (veraltete Plugins, Custom-Code)

In der Praxis treten Probleme besonders oft auf, wenn…

  • Plugins seit langer Zeit nicht mehr gepflegt wurden,
  • ein Theme stark angepasst wurde (Child-Theme mit Custom-Funktionen),
  • oder individueller Code (z. B. Snippets) alte PHP-Syntax nutzt.

Die gute Nachricht: Mit Staging, Backups und einem strukturierten Testprozess ist das Risiko beherrschbar – und genau darum geht es in den nächsten Abschnitten.

Welche PHP-Version ist 2026 sinnvoll?

2026 ist ein guter Zeitpunkt, „aufzuräumen“. Viele Hosting-Anbieter drängen ohnehin auf modernere Versionen, weil alte Versionen entweder unsicher sind oder nur noch als kostenpflichtiger Extended Support angeboten werden. Gleichzeitig ist es klug, nicht einfach blind die neueste Version zu aktivieren, sondern eine Version zu wählen, die zu Ihrer WordPress-Realität passt.

WordPress-Empfehlung vs. „läuft noch“

Es gibt einen großen Unterschied zwischen „WordPress läuft irgendwie“ und „WordPress läuft sauber, supportbar und zukunftssicher“. Für produktive Websites sollten Sie sich an der Empfehlung orientieren – nicht am Minimum.

Als Faustregel gilt: Nutzen Sie eine PHP-Version, die Ihr Hoster offiziell anbietet, die im Support ist und die zu Ihrer Plugin-/Theme-Landschaft passt. Wenn Ihr System sehr komplex ist (viele Plugins, WooCommerce, Page Builder, Membership), dann sind Stabilität und breite Kompatibilität oft wichtiger als „als Erste auf dem neuesten Release“.

Support-Lebenszyklen verstehen (Active vs. Security Support)

PHP-Versionen durchlaufen typischerweise zwei Phasen:

  • Active Support: Fehlerbehebungen und Verbesserungen.
  • Security Support: nur noch sicherheitsrelevante Patches.

Sobald auch der Security Support endet, wird es kritisch – dann ist die Version faktisch „End-of-Life“.

Für Ihre Planung ist das Gold wert: Sie können PHP-Updates als Kalender-Termin behandeln, statt als Notfall. Wer vorausschauend aktualisiert, bleibt ruhig – wer zu lange wartet, wird irgendwann „gezwungen“, und dann wird es hektisch.

Praktische Empfehlung nach Website-Typ

Blog/Corporate Site

Für klassische Websites ohne exotische Erweiterungen ist ein moderner Zielwert sinnvoll. Entscheidend ist: Sie testen nach der Umstellung ein paar Kernfunktionen (Kontaktformular, Suche, Login, ein paar Unterseiten) – und gut.

WooCommerce/Shop

Bei Shops ist Vorsicht plus Konsequenz die beste Kombination: zuerst Staging, dann Update, dann ein echter Testkauf (Testprodukt, Gutscheine, Versand, Zahlungsarten). Der Shop ist Ihr Kassensystem – hier sollten Sie nicht „nur kurz hoffen“.

Agentur-Setups mit vielen Plugins

Wenn Sie viele Kunden-Websites betreuen oder eine Website haben, die über Jahre gewachsen ist, empfehle ich ein standardisiertes Vorgehen:

  • Plugin-Inventur (Was ist wirklich nötig?),
  • Kompatibilitätscheck,
  • Staging-Test,
  • Umstellung,
  • Monitoring für 48 Stunden.

So wird aus Chaos ein Prozess.

Vorbereitung: So vermeiden Sie Ausfälle (Checkliste)

Wenn Sie nur einen Teil dieser Anleitung umsetzen wollen, dann bitte diesen: die Vorbereitung. Sie ist der Unterschied zwischen „Update in 10 Minuten“ und „Warum ist alles weiß?“.

1) Aktuelle PHP-Version prüfen (WordPress & Hosting)

Starten Sie mit Klarheit: Welche PHP-Version läuft aktuell?

  • In WordPress finden Sie diese Information im Bereich „Website-Zustand“ (Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht → Server).
  • Im Hosting-Panel finden Sie sie meist unter „PHP“, „PHP-Version“, „PHP-Einstellungen“ oder „Server-Einstellungen“.

💡Notieren Sie sich die aktuelle Version. Das klingt kleinlich, ist aber für den Rollback extrem hilfreich.

2) Backup erstellen

Machen Sie ein vollständiges Backup, bevor Sie irgendetwas umstellen:

  • Dateien (WordPress-Core, wp-content, Uploads, Themes, Plugins)
  • Datenbank (MySQL/MariaDB)

Wichtig: Prüfen Sie kurz, ob Sie das Backup wirklich zurückspielen könnten. Ein Backup, das man nicht wiederherstellen kann, ist wie ein Feuerlöscher ohne Druck.

3) Staging-Umgebung: Testen ohne Risiko

Wenn Ihr Hoster Staging anbietet: nutzen Sie es. Wenn nicht, können Sie auch lokal oder auf einer Subdomain testen (je nach Setup). Der Nutzen ist riesig:

  • Sie probieren die neue PHP-Version aus,
  • Sie sehen Fehler, ohne dass Kunden oder Besucher etwas merken,
  • Sie können in Ruhe Plugins aktualisieren/ersetzen.

Gerade wenn Sie einen Shop oder eine Website mit Leads haben, ist Staging kein Luxus – es ist Risikomanagement.

4) WordPress, Plugins & Theme aktualisieren

Bevor Sie PHP erhöhen, bringen Sie Ihr System auf den aktuellen Stand:

  • WordPress-Core aktualisieren
  • Plugins aktualisieren
  • Theme aktualisieren (inkl. Child-Theme prüfen)
  • Unnötige Plugins entfernen (deaktiviert reicht nicht immer; „Leichen“ bleiben ein Risiko)

„Plugin-Leichen“ erkennen und ersetzen

Ein einfaches Screening spart Ihnen später Stunden:

  • Wann war das letzte Update?
  • Gibt es aktive Support-Antworten?
  • Gibt es eine moderne Alternative?
  • Nutzt das Plugin sehr tiefgreifende Funktionen (Caching, Security, Shop-Zahlungen)? Dann ist besondere Vorsicht geboten.

Wenn Sie ein altes Plugin ohnehin nur „aus Gewohnheit“ nutzen: Das ist der perfekte Moment zum Aufräumen.

Durchführung: PHP-Version beim Hoster umstellen

Die konkrete Oberfläche variiert – das Prinzip ist immer gleich. Nehmen Sie sich 15–30 Minuten Zeit, planen Sie es nicht zwischen zwei Meetings ein, und vermeiden Sie Stoßzeiten im Shop.

Grundprinzip (Menüpfade, Domain-Auswahl, Bestätigen)

  1. Loggen Sie sich in Ihr Hosting-Panel ein.
  2. Wählen Sie die richtige Domain bzw. das richtige Webhosting-Paket aus.
  3. Öffnen Sie den Bereich „PHP“ oder „PHP-Version“.
  4. Stellen Sie auf die gewünschte PHP-Version um.
  5. Speichern/Bestätigen Sie die Änderung.

Je nach Hoster ist die Umstellung sofort aktiv oder dauert wenige Minuten.

Direkt nach der Umstellung testen (Frontend + Backend)

Jetzt kommt der wichtigste Teil: testen, testen, testen. Nicht „irgendwann“, sondern direkt.

Kritische Funktionen-Check (Formulare, Checkout, Login)

Gehen Sie diese Mini-Checkliste durch:

  • Startseite + 2–3 Unterseiten öffnen (auch mobil)
  • WordPress-Login und Dashboard öffnen
  • Kontaktformular absenden (und prüfen, ob die Mail ankommt)
  • Suche nutzen
  • Bei Shops: Produkt in den Warenkorb, Checkout, Testbestellung, Zahlungsart testen, Bestellmails prüfen
  • Medienbibliothek öffnen (Uploads funktionieren?)
  • Wenn Sie Caching nutzen: Cache leeren und erneut prüfen

Wenn alles rund läuft: Glückwunsch – Sie sind fertig. Wenn nicht: keine Panik, Rollback ist Ihr Sicherheitsnetz.

Rollback: Wenn etwas schiefgeht, sauber zurücksetzen

Wenn Fehler auftreten, stellen Sie im Hosting-Panel zunächst auf die vorherige PHP-Version zurück. Damit gewinnen Sie Zeit und Stabilität.

Danach gehen Sie kontrolliert vor:

  • Fehler reproduzieren (am besten in Staging)
  • Verursacher identifizieren (Plugin/Theme/Custom-Code)
  • Lösung umsetzen (Update, Ersatz, Anpassung)
  • erneut umstellen und testen

So behalten Sie die Nerven – und Ihre Website bleibt erreichbar.

Host-spezifische Kurz-Anleitungen (Beispiele)

Hier sind typische Wege, wie Sie die PHP-Einstellung bei gängigen Hostern finden. Die Menüpunkte können je nach Tarif leicht abweichen, aber die Logik bleibt gleich.

Ionos: PHP im Hosting-Menü umstellen

Bei IONOS finden Sie PHP-Einstellungen üblicherweise im Hosting-Bereich (oft sinngemäß „Hosting → PHP“). Dort sehen Sie pro Domain die aktive PHP-Version und können auf eine andere Version wechseln. Anschließend speichern Sie und testen sofort Ihre Website.

All inkl: PHP-Version je Domain auswählen

Bei All-Inkl. liegt die Einstellung häufig in der technischen Verwaltung im Domain-Bereich. Sie wählen Ihre Domain aus, öffnen die Bearbeitung und stellen die gewünschte PHP-Version ein. Auch hier gilt: direkt testen, und bei Problemen zurückstellen.

HostEurope: Versteckte PHP-Einstellungen finden

Bei HostEurope sind die PHP-Einstellungen je nach Paket teils tiefer im Menü verankert. Suchen Sie nach Bereichen wie Produktverwaltung/Webserver-Konfiguration und dort nach „Skripte & Datenbanken“ oder „PHP-Versionen“. Sobald Sie die Zuordnung Domain ↔ PHP-Version sehen, ist der Rest Routine: umstellen, speichern, testen.

Raidboxes: PHP-Version + Error-Log nutzen

Raidboxes macht den Wechsel meist sehr übersichtlich: Im Projekt finden Sie einen PHP-Bereich, wählen die Version und bestätigen. Besonders hilfreich ist das Error-Log: Wenn nach dem Update etwas hakt, finden Sie dort oft die konkrete Ursache, statt im Dunkeln zu tappen.

webgo: PHP-Einstellungen im Webspace-Admin

Bei webgo sitzen PHP-Versionen häufig im Webspace-Admin in den Server-/Webserver-Einstellungen. Auch hier gilt: Version auswählen, speichern, danach Funktionscheck durchführen.

Troubleshooting: Häufige Fehler nach dem PHP-Update

Wenn nach dem Update etwas nicht passt, ist das ärgerlich – aber fast immer lösbar. Entscheidend ist, dass Sie strukturiert bleiben: erst stabilisieren (Rollback, falls nötig), dann diagnostizieren, dann beheben.

White Screen of Death (WSOD): Ursachen & Sofortmaßnahmen

Ein komplett weißer Bildschirm entsteht häufig durch einen fatalen PHP-Fehler. Vorgehen:

  • Wenn möglich: PHP-Version im Hoster-Panel zurücksetzen.
  • Danach: In Staging erneut auf die neue Version wechseln und gezielt testen.
  • Prüfen Sie, ob ein bestimmtes Plugin/Theme die Ursache ist (siehe „Isolieren statt raten“).

Wenn Sie Zugriff per FTP/SFTP haben, können Sie im Notfall auch Plugins „hart“ deaktivieren, indem Sie den Plugin-Ordner umbenennen (z. B. plugins → plugins_off). WordPress lädt dann keine Plugins mehr – oft kommt das Backend so wieder hoch.

500/502-Fehler: FastCGI/PHP-FPM & Timeouts

Serverfehler nach einer PHP-Umstellung haben oft zwei Gesichter:

  • echte Code-Inkompatibilität (häufig),
  • Ressourcen/Timeout-Probleme (manchmal, z. B. bei schwerem Import, großen Shops, knappen Limits).

Wenn Sie solche Fehler sehen, schauen Sie in Error-Logs Ihres Hostings oder in die PHP-Logs, falls verfügbar. Ein Log ist wie eine Spur im Schnee: Sie sehen, wo es knackt – statt nur zu raten.

Plugin-/Theme-Inkompatibilität: Isolieren statt raten

Das beste Debugging ist „Ausschluss statt Bauchgefühl“:

  • Deaktivieren Sie testweise alle Plugins.
  • Aktivieren Sie ein Standard-Theme (z. B. Twenty Twenty-Four), um Theme-Probleme auszuschließen.
  • Aktivieren Sie Plugins nacheinander wieder, bis der Fehler auftaucht.

Minimal-Setup: Standard-Theme + Plugin-Deaktivierung

Dieses Minimal-Setup ist Ihre Diagnostik-Base. Sobald die Seite damit läuft, wissen Sie: WordPress + PHP sind okay, der Fehler sitzt in Erweiterungen oder Custom-Code.

Praxis-Tipp: Starten Sie beim Wiederaktivieren mit den „kritischen“ Plugins (Caching, Security, Shop, Builder). Wenn eines davon der Auslöser ist, sehen Sie es schnell.

Error-Logs lesen: Die Abkürzung zur Lösung

Viele Menschen verlieren Stunden, weil sie Logs meiden. Dabei sind Logs oft der kürzeste Weg zur Ursache:

  • Welche Datei?
  • Welche Zeile?
  • Welche Fehlermeldung?
  • Welcher Plugin-/Theme-Ordner?

Sie müssen dafür kein Entwickler sein. Schon der Name des Plugins im Pfad reicht häufig, um die richtige Stellschraube zu finden: Update, Ersatz, Support-Ticket oder Rückbau.

Best Practices für einen dauerhaft „sicheren Stand“

Ein PHP-Update ist kein einmaliger Kraftakt – es ist Teil guter Website-Pflege. Wenn Sie es als Routine betrachten, wird es jedes Jahr einfacher.

Update-Rhythmus (Core, Plugins, PHP, Datenbank)

Ein pragmatischer Rhythmus, der für viele Sites funktioniert:

  • Wöchentlich/14-tägig: Plugin- und Theme-Updates (je nach Kritikalität)
  • Monatlich: WordPress-Core (wenn nicht ohnehin automatisch)
  • Jährlich oder nach Support-Plan: PHP-Version (mit Staging-Test)
  • Nach Bedarf: Datenbank-Optimierung und Aufräumen

Der Schlüssel ist nicht Perfektion, sondern Regelmäßigkeit.

Monitoring & Wartungsfenster

Planen Sie Updates in Wartungsfenstern, in denen weniger Traffic und weniger Umsatz zu erwarten ist. Und richten Sie Monitoring ein (Uptime-Checks, einfache Ping/HTTP-Checks), damit Sie Probleme sofort sehen – nicht erst, wenn der erste Kunde anruft.

Dokumentation: Was wurde wann umgestellt?

Notieren Sie sich nach jeder Umstellung:

  • Datum/Uhrzeit
  • alte PHP-Version → neue PHP-Version
  • welche Tests durchgeführt wurden
  • welche Probleme auftraten (und wie Sie sie gelöst haben)

Das ist Ihr persönliches „Betriebshandbuch“. Beim nächsten Update sind Sie nicht mehr am Startpunkt, sondern bauen auf Erfahrung auf.

Fazit

Eine aktuelle PHP-Version ist wie frisches Öl im Motor: Sie sehen es nicht direkt – aber Sie merken es an Stabilität, Sicherheit und oft auch an Tempo. Wenn Sie mit Backup, Staging und einem klaren Testplan arbeiten, wird das PHP-Update von einem Risiko zu einem kontrollierten Routine-Schritt. Und genau diese Routine ist es, die WordPress-Websites langfristig zuverlässig macht.

FAQ zur PHP-Umstellung

Welche PHP-Version empfiehlt WordPress aktuell? WordPress empfiehlt, dass Ihr Hosting PHP 8.3 oder höher unterstützt.
Kann WordPress auch mit älteren PHP-Versionen laufen? Ja, WordPress kann in Legacy-Umgebungen auch mit älteren Versionen funktionieren (z. B. PHP 7.2.24+), warnt aber, dass diese End-of-Life sind und Sicherheitsrisiken bergen können.
Wo sehe ich in WordPress, welche PHP-Version aktiv ist? Im Dashboard finden Sie das unter Werkzeuge → Website-Zustand, dort im „Bericht“ unter „Server“.[1]
Was sollte ich vor einem PHP-Update unbedingt tun? Erstellen Sie ein vollständiges Backup und aktualisieren Sie WordPress, Plugins und Ihr Theme, bevor Sie die PHP-Version umstellen.[1]
Warum bekomme ich nach dem Update einen White Screen? Ein White Screen entsteht häufig durch Kompatibilitätsprobleme von Plugins/Themes mit der neuen PHP-Version; ein Rollback und Tests auf Staging sind dann der schnellste Weg.[1]
Kann ich die PHP-Version beim Hoster wieder zurücksetzen? Bei vielen Hostern können Sie die vorherige PHP-Version erneut auswählen, wenn nach der Umstellung Fehler auftreten.[1]
Wo stelle ich bei IONOS die PHP-Version um? Im IONOS-Kundenmenü finden Sie das typischerweise unter Hosting → PHP.[1]
Wo ändere ich bei All-Inkl. die PHP-Version? In der technischen Verwaltung können Sie unter Domains pro Domain die PHP-Version über „Bearbeiten“ anpassen.[1]
Wie lange bekommt PHP 8.2 noch Sicherheitsupdates? Laut endoflife.date endet der Security-Support für PHP 8.2 am 31.12.2026.[2]
Welche PHP-Version hat den längsten Support-Horizont? Laut endoflife.date reicht der Security-Support bei PHP 8.4 bis 31.12.2028 und bei PHP 8.5 bis 31.12.2029 (je nach Verfügbarkeit bei Ihrem Hoster).[2]

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