Wie erstelle ich eine nachhaltige Website? 6 Tipps!

Du hast Deine erste Website fertiggestellt oder arbeitest an einem Relaunch und stolperst nun über das Thema „Nachhaltigkeit“? Dann bist Du in diesem Beitrag genau richtig, denn hier geht es um Aspekte der Nachhaltigkeit in Bezug zu Deiner Website bzw. Deinem Webdesign. Ist Nachhaltigkeit nur ein Trend oder wird es zukünftig eine wichtige Rolle spielen?

Ein Tweet benötigt 0,63 Kilowattstunden, mit dem deutschen Strommix von 470 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde entspricht das einem CO₂-Ausstoß von 294 Gramm. Mit einem sparsamen Benziner könnte man da gut 2,5 Kilometer weit fahren, mit einem effizienten E-Mobil wären es sogar 4,3.

heise.de

Was ist der Unterschied zwischen „nachhaltiges Webdesign“ und einer „nachhaltigen Website“?

Wir wollen zuerst klären, worüber wir uns hier austauschen werden, damit wir ein klares Grundverständnis zum Thema Nachhaltigkeit und Web bekommen. Laut Wikipedia umfasst Webdesign die „Disziplin des Mediendesigns, die visuelle, funktionale und strukturelle Gestaltung von Websites für das Internet. Die technische Implementierung von Websites wird dagegen als Webentwicklung bezeichnet.

Auch für uns ist das Webdesign, wonach häufig gesucht, nur ein Baustein von Vielen. Eine Website besteht aus viel mehr Bestandteilen als nur Webdesign.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle

Was gehört alles zu einer nachhaltigen Website?

  • Visuelles Design
  • Datensparsamkeit
  • Struktureller Aufbau
  • Funktionale Bestandteile
  • Nachhaltiges Webhosting

Diese Begriffe sind sehr weitgefasst und können unterschiedlich interpretiert werden. Wir nennen nun einige konkrete Beispiele.

Was ist wichtig bei nachhaltigem Webdesign?

Worauf ist bei einem nachhaltigen Design zu achten? Eine zeitlose und langlebige Gestaltung verhindert, dass Deine Website halbjährlich komplett neu aufgesetzt werden muss. Das vermeidet hohe Erstellungskosten und CO₂-Emissionen.

Dabei spielen viele Bestandteile des Webdesigns eine Rolle: Funktionalität, Ästhetik, Ökologie und Nutzerfreundlichkeit sollten während des Designprozesses im Vordergrund stehen.

Nachhaltige und neue Techniken anwenden.

Bei einem nachhaltigen Webdesign entscheidet häufig das Visuelle. Eine moderne Website besteht in den häufigsten Fällen aus HTML, CSS und Medien wie Bilder und Videos. In unserer Blitzanalyse stellen wir dabei immer wieder fest, dass entweder HTML und CSS Dateien größer sind, als nötig oder Medien nicht in technisch neueren Formaten verwendet werden.

Der häufigste und einfachste Hebel ist etwa die Nutzung des mittlerweile weitverbreiteten WebP-Bildformats. Die meisten Websites basieren auf dem System WordPress. Seit Version 5.8 bietet WordPress offiziell den Support für das WebP Bildformat, welches bereits seit 2010 entwickelt wird. Mit einfachsten Mitteln lassen sich hier nach unseren Schätzungen einige kg Treibhausgase einsparen.

Grundsätzlich sollte beim Design auf Sparsamkeit geachtet werden. Zu viele Animationen, unnötigen Videos und weiteren Elementen kann es zum unnötigen Energieverbrauch kommen.

Wer auf diese Punkte Acht gibt, hat auch noch einen weiteren Vorteil: Die deutlich schnelleren Ladezeiten der Website führen nachgewiesen zu einer Reduzierung von Kaufabbrüchen. Außerdem haben die verbesserten Ladezeiten auch Einfluss auf dein Ranking bei Google.

Prüfe also regelmäßig, ob es neue Techniken gibt, die Einsparpotenziale mit sich bringen. Videos können mittlerweile in der sparsamen Version WebM zur Verfügung gestellt werden.

Die Inhalte Deiner Website sollten beispielsweise per Lazy-Load zur Verfügung gestellt werden. Dann werden die Daten erst geladen, wenn der Besucher Deiner Website zum jeweiligen Abschnitt vorgedrungen ist.

Der Code einer Website hat großen Einfluss auf den CO₂-Ausstoß

Schlanke Programmierung und gutes Caching.

Das Optimieren von HTML, CSS und weiteren Bestandteilen ist zumindest im Fall von WordPress schon deutlich umfangreicher. Sollten andere Systeme zum Einsatz kommen, kann es hier bereits weitere Einschränkungen geben, da eventuell Dienstleister keinen Zugriff auf diese Ebene zulassen.

Bei einer WordPress-Website sollten außerdem geeignete Caching-Zeiten festgelegt werden. Damit vermeidest Du eventuelle unnötige Datenübertragung und Serveranfragen.

Was ist nachhaltiges Webhosting?

2015 liefen laut IT-Branchenverband Bitkom nur in Deutschland etwa 50.000 Rechenzentren (RZ). Schätzungsweise 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom wurden dabei verbraucht.

Das Webhosting (der Speicherort einer Website) ist also ein bedeutungsvoller Baustein in Deinem Nachhaltigkeitskonzept. Dadurch wird zwar der Energieverbrauch nicht reduziert, aber die CO₂-Bilanz verbessert sich deutlich.

Für unsere Website und unseren angebotenen Wartungs- und Servicepaketen greifen wir auf das das nachhaltige Hosting von Webhostone zurück.

Moderne Rechenzentren werden mit nachhaltiger Energie aus Wind, Wasser und Sonne betrieben

Verzichte auf externe Datenverbindungen

In unserer Blitzanalyse erkennen häufig externe Datenverbindungen. Der Grundgedanke hinter diesen Gedanken war in früheren Jahren die Verbesserung von Websites. Ein konkretes Beispiel sind Schriftarten, die zum CI des eigenen Unternehmens passen. Google Fonts ist ein großer Anbieter solcher Schriftarten, die direkt über Google-Server in eine Website geladen werden können. Ohne große Programmierkenntnisse lässt sich der Dienst einbinden.

Es gibt dabei jedoch Nachteile:

  1. Der externe Dienst verbindet sich mit einem US-Server. In diesem Fall wird die Anfrage von einem deutschen Nutzer über die USA geleitet. Diese Verbindung lässt sich vermeiden, indem die Schriftarten lokal eingebunden werden.
  2. Zu der externen Verbindung und der hohen Entfernung kommt es auch zu einer möglichen Verzögerung der Website.

Wie kann ich die Nachhaltigkeit meiner Website prüfen?

Teste auf websitecarbon.com den CO₂-Ausstoß Deiner Websites anhand der übermittelten Datenmenge, Energiequelle des Rechenzentrums und den monatlichen Besuchern.

Wie kann ich meine Website nachhaltiger machen?

Google bietet Dir mit Lighthouse ein umfangreiches Werkzeug. Dort werden viele Maßnahmen aufgeführt, wie Du Deine Website schneller machst. Die Optimierungsmöglichkeiten werden detailliert dargestellt. Jede Maßnahme Deine Website schneller zu machen, führt in den häufigsten Fällen zu einer Einsparung der CO₂-Emissionen.

Fazit: Lohnt sich eine nachhaltige Website?

Unser Fazit lautet ganz klar Ja. In erster Linie profitiert die Umwelt von einer nachhaltigen Website. Unmittelbar danach folgt Dein potenzieller Kunde, der Dir dankbar sein wird. Deine Seite lädt schneller und damit kommt er schneller an sein gewünschtes Ziel.

Du benötigst eine Beratung zu Deiner Website oder Du hast Fragen? Dann lass Dir gerne eine kostenlose Blitzanalyse Deiner Website von uns erstellen oder schreibe Deine Frage in die Kommentare.

Eine Idee zu “Wie erstelle ich eine nachhaltige Website? 6 Tipps!

  1. Pingback: Infografik: Nachhaltige Website - KnallBlauMedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.